Patriarch Alexy II of Moscow and All Russia: The Russian Church, which has several dioceses, hundreds of parishes and millions of believers on the territory of the European Union, is taking an active part in the creation of the new face of our continent. It is the task of our Church to remind Europe of its Christian roots, to resist the attack of aggressive secularism, and to defend traditional values. An active role in the realization of this noble task is fulfilled by the Representation of the Moscow Patriarchate to the European Institutions. July 25, 2008
Russian Orthodox Church representation to the European Institutions
Russian Orthodox Church
Representation to the European Institutions


Eglise Orthodoxe Russe
Représentation près les Institutions Européennes
Russian Orthodox Church representation to the European Institutions


  Events

President Vladimir Putin Visits the Russian Orthodox Cathedral in Vienna
Russian President V. Putin visits
Orthodox Cathedral in Vienna

Russian President Visits Hungarian Orthodox Cathedral
Russian President V. Putin visits
Hungarian Orthodox Cathedral

Visit of Her Majesty Queen Paola of Belgium to the Representation of the Russian Orthodox Church to the European Institutions
Queen Paola of the Belgians
visited Church Representation
in Brussels

European Commission President J.M.Barroso and Austrian Chancellor W.Schussel Meet with Religious Leaders
European Commission
President J.M.Barroso
and Austrian Chancellor
W.Schussel Meet with
Religious Leaders

The Prime Minister of the Russian Federation M. E. Fradkov Visits the Cathedral of the Dormition of the Mother of God in Budapest
Russian Prime Minister
M.Fradkov visited
Hungarian Orthodox Cathedral
  
The Prime Minister of the Russian Federation M. M. Kasyanov Visited the Cathedral of the Dormition of the Mother of God in Budapest
Russian Prime Minister
M.Kasyanov visited
Hungarian Orthodox Cathedral
   
Russian Minister of Foreign Affairs Visited the Representation of the Russian Orthodox Church to the European Institutions
Russian Foreign Minister
visited Church Representation
in Brussels


Russian Foreign Minister Visited Hungarian Orthodox Cathedral
Russian Foreign Minister
visited Hungarian
Orthodox Cathedral

Austrian Parliament President visited Orthodox Cathedral in Vienna
Austrian Parliament President
visited Orthodox Cathedral
in Vienna

  

The Archbishop of Vienna, Cardinal Christoph Schönborn, visited the St Nicholas Cathedral in Vienna
Cardinal Christoph Schönborn
visited Russian Orthodox
Cathedral in Vienna
 

The Primate of the Evangelical Lutheran Church of Finland Visited the Representation of the Russian Orthodox Church to the European Institutions
Archbishop of Finland visited
Church Representation
in Brussels
 

Consecration of the Patriarchal Church of the Holy Trinity and Premises of the Representation of the Russian Orthodox Church to the European Institutions in Brussels
Consecration of the
Holy Trinity Church in Brussels

Archbishop of Salzburg visited Russian Orthodox Cathedral in Vienna
Archbishop of Salzburg
visited Russian Orthodox
Cathedral in Vienna

Metropolitan Kirill visited Hungary
Metropolitan Kirill
visited Hungary

Metropolitan Kirill of Smolensk and Kaliningrad Visits the Diocese of Vienna and Austria
Metropolitan Kirill 
visited Austria

 
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Bischof Hilarion von Wien und Österreich: Habemus Papam!

Am Abend des 19. April 2005 hielt ich an der katholischen theologischen Fakultät der Universität Freiburg (Schweiz) eine Vorlesung. Ich begann sie mit einigen Worten über Papst Johannes Paul II und seinen starken Widerstand gegen den in Europa vorherrschenden Säkularismus, Liberalismus und Relativismus. Als ich über die aktuellen Angriffe des militanten Säkularismus sprach, was das Hauptthema meiner Vorlesung war, bestand ich auf der Notwendigkeit einer Bildung einer gemeinsamen Gegenfront der Katholiken und der Orthodoxen in Europa, und einer paneuropäischen Allianz des traditionellen Christentums, um die geistigen Werte zu verteidigen. Weiters brachte ich meine Hoffnung zum Ausdruck, dass der neue Papst, den das Konklave wählen sollte, ein genauso aktiver Gegner des Säkularismus und Liberalismus sein möge, wie es Johannes Paul II gewesen ist.

Als ich geendet hatte, ergriff die Dekanin der Fakultät, Frau Professor Barbara Hallensleben das Wort um die Wahl Kardinal Ratzingers zum Papst Benedikt XVI, dem 265. Papst von Rom zu verkünden. Alle Teilnehmer des Treffens standen auf, um Gott für diese Wahl zu danken und gemeinsam das „Vater unser“ zu beten.

Was erwarte ich als orthodoxer Bischof, der in Europa lebt und sein Amt versieht vom neuen Pontifikat?

Zunächst, dass die Katholische Kirche ihre traditionelle Doktrin und Moral bewahrt, ohne dem Druck der „progressiven“ Gruppen nachzugeben, die eine Ordination von Frauen, eine Anerkennung so genannter „gleichgeschlechtlicher Ehen“, Abtreibung, Verhütung, Euthanasie usw. fordern. Es besteht kein Zweifel, dass Papst Benedikt XVI, der seine Position in diesen Fragen schon klargestellt hat, solchen Gruppen, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Katholischen Kirche existieren, weiter widersprechen wird.

Zweitens hoffe ich, dass das neue Pontifikat von einem Durchbruch in den Beziehungen zwischen der Römisch-Katholischen und der Orthodoxen Kirche gekennzeichnet sein, und dass ein Treffen zwischen dem Papst von Rom und dem Patriarchen von Moskau stattfinden wird. Diesem Treffen sollten konkrete Schritte in Richtung eines besseren gegenseitigen Verständnisses und einer sorgfältigen Ausarbeitung einer gemeinsamen Position in den großen trennenden Fragen vorangehen.

Ich hoffe auch, dass es eine allgemeine Verbesserung in den Beziehungen zwischen der Katholischen Kirche und der Weltorthodoxie geben wird. Im Jahr 2000 vertrat ich das Moskauer Patriarchat bei einem Treffen der gemischten katholisch-orthodoxen theologischen Kommission, die sich mit der Frage der Unierten befasste. Es wurde zu diesem Thema keine Übereinstimmung erzielt, und die Diskussion, die voll von Frustration, Enttäuschung und Bitterkeit auf beiden Seiten war, endete ohne klare Beschlüsse, ob die Arbeit dieser Kommission je fortgesetzt werden würde. Ich hoffe, dass diese Kommission ihre Arbeit unter dem neuen Pontifikat wieder aufnimmt oder dass eine neue Kommission für einen bilateralen Dialog gebildet wird, um die Frage der Unierten und andere theologische und ekklesiologische Fragen, die unsere Kirchen noch trennen, zu diskutieren.

Die Arbeit einer bilateralen Kommission wird nicht einfach sein und viele Jahre dauern, Meine Sorge ist dennoch, dass wenn wir uns nur darauf konzentrieren, was uns trennt, so verlieren wir wertvolle Zeit, die wir für ein gemeinsames Zeugnis vor der sekulären Welt verwenden könnten. Besonders Europa wird so schnell dechristianisiert, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um es vor dem Verlust seiner jahrhundertealten christlichen Identität zu bewahren. Ich glaube fest daran, dass für die Katholiken und die Orthodoxen die Zeit gekommen ist, ihre Anstrengungen zu vereinen und das traditionelle Christentum zu verteidigen, das von allen Seiten angegriffen wird. In zwanzig, dreißig oder vierzig Jahren kann es einfach zu spät sein.

Genau deshalb schlage ich die Bildung einer europäischen katholisch-orthodoxen Allianz vor, damit die offiziellen Vertreter beider Kirchen eine gemeinsame Position in allen großen sozialen und ethischen Themen ausarbeiten und mit einer Stimme sprechen können. Es gibt bereits die Konferenz der Europäischen Kirchen, wo die Orthodoxen mit den Protestanten zusammenarbeiten; es gibt die COMECE, wo die Katholiken Themen von paneuropäischer Bedeutung miteinander besprechen. Aber wo ist ein gemeinsames katholisch–orthodoxes Forum? Es gibt so viel Verbindendes in unserer sozialen und ethischen Doktrin: warum können wir dies nicht urbi et orbi verkünden?

Vielleicht wird es Papst Benedikt XVI sein, der die historische Mission verwirklichen wird, die Katholiken und die Orthodoxen zusammen zu bringen, um das Christentum gegen die Herausforderung des militanten Säkularismus zu verteidigen.


Representation of the Russian Orthodox Church to the European Institutions

35 rue Léon Lepage, 1000 Bruxelles, Belgique
Tel: +32-484-904-038
Tel/fax: +32-2-219-62-86

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